Die sieben Säulen der Resilienz - Resilienz Akademie (2022)

26. Juni 2020 | Zuletzt aktualisiert30. Oktober 2022 | Sebastian Mauritz

Die sieben Säulen der Resilienz ist eines von vielen Resilienzmodellen zum besseren Verständnis, wie wir unsere innere Widerstandskraft gegen Stress stärken und ausbauen können. Denn Resilienz ist die Fähigkeit, gelassener auf Stress auslösende Reize zu reagieren. Das heißt, wir können Stress entweder ausweichen oder minimieren durch eine starke Resilienz. Sie funktioniert wie ein mentales Immunsystem gegenüber den Einflüssen, die uns auf Dauer krank machen.

Was macht das Modell der sieben Säulen interessant?

Die ursprüngliche Idee der sieben Säulen der Resilienz stammt von der Diplompsychologin Ursula Nuber. Mittlerweile ist dieses Modell bei vielen Resilienztrainer:innen in ganz Deutschland sehr beliebt. Einer der Gründe dafür ist die Übersichtlichkeit des Modells. Es hat sieben einfache Elemente, nach Nuber:

  • Optimismus
  • Akzeptanz
  • Lösungsorientierung
  • Opferrolle verlassen
  • Verantwortung übernehmen
  • Netzwerkorientierung
  • Zukunftsplanung

Ein anderer Grund steckt wohl darin, dass in diesen sieben überschaubaren Elementen grundlegende Prinzipien zur Entstehung von Gesundheit und Widerstandskraft gegen Stress liegen. An dieser Stelle möchte ich jedoch auf einen wichtigen Aspekt hinweisen: Ein Modell ist immer eine Komplexitätsreduktion. Das bedeutet, diese sieben Säulen sind keine ultimative Wahrheit, dass nur daraus Resilienz erwächst. Es ist eine Vereinfachung, um dieses große Thema der Resilienz verstehbar, handhabbar und sinnhaft zu gestalten.

(Video) Was sind die „7 Säulen der Resilienz“?

Das Modell: 7 Säulen der Resilienz

Das Modell, das wir in der Resilienz Akademie verwenden, ist angelehnt an das Modell von Dr. Franziska Wiebel. Sie überarbeitete das Modell der sieben Säulen und ergänzte eine wertvolle Unterteilung. Denn dieses Modell lässt sich in vier Grundhaltungen und drei Praktiken unterteilen, was eine Übertragung in die Praxis zum Stärken der eigenen Resilienz vereinfacht. Aus diesem Grund stelle ich Ihnen hier dieses Modell vor. Die sieben Säulen lauten hier:

  • Akzeptanz
  • Bindung
  • Lösungsorentierung
  • gesunder Optimismus
  • Selbstwahrnehmung
  • Selbstreflexion
  • Selbstwirksamkeit

Schauen wir uns diese Säulen der Resilienz im Folgenden näher an.

Die sieben Säulen der Resilienz - Resilienz Akademie (1)Die vier Grundhaltungen

Die innere Haltung für Resilienz nimmt eine wichtige Rolle ein. Unsere Gedanken und Einstellungen gegenüber der Außenwelt und uns selbst gegenüber haben einen großen Einfluss darauf, wie wir Stressoren begegnen. Das richtige Mindset für Resilienz ist bei einigen Menschen einfach vorhanden, wie beispielsweise ein gesunder Optimismus. Jedoch kann jeder Mensch sein ganzes Leben lang seine Resilienz trainieren und sich diese Grundhaltungen aneignen.

1. Säule: Akzeptanz

Akzeptanz meint auf der einen Seite einen stresslösenden Umgang mit Restriktionen. Es geht darum zu verinnerlichen, was nicht geändert werden kann und was sich noch nicht verändern lässt. Hierbei hilft die Meta-Akzeptanz, also die Akzeptanz dessen, dass sich etwas nicht verändern lässt. Zweitbeste Lösungen zu akzeptieren löst Stress und hilft für mehr Zufriedenheit mit den eigenen Entscheidungen.

Auf der anderen Seite geht es auch um die Selbstakzeptanz (kognitiv) und die Selbstannahme (emotional). Sich selbst auch mit Fehlern und Makeln zu akzeptieren und anzunehmen fördert einen guten Zugang zu sich und den eigenen Ressourcen. Hierbei hilft das Verständnis der inneren Anteile (NLP) oder auch inneren Seiten (Hypnosystemik). Wenn wir verstehen, welche Seite für ein Verhalten verantwortlich ist, fällt es uns auch leichter diesen Teil zu akzeptieren.

2. Säule:Bindung

Bindung bezieht sich auf die Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen, Gruppen und ganzen Systemen. Bindung ist insofern für eine starke Resilienz wichtig, da sie im Wesentlichen ein menschliches Bedürfnis nach Kontakt erfüllt und den Schutzfaktor soziale Unterstützung stärkt. Wichtig für die Bindung ist die Unterscheidung von Sach- und Beziehungsebene im Kontakt mit anderen. Sachthemen werden in der Kommunikation oft auf der Beziehungsebene verstanden und verursachen so emotionale Belastung.

Die Beziehungsebene wird gestärkt und geschützt durch das klare Kommunizieren der Rollen und die Trennung von Sach- und Beziehungsebene. Empathie ist einer der wichtigsten Faktoren für eine starke Bindung. Das Erkennen von Emotionen und angemessen darauf zu reagieren lässt sich z.B. mit Mimikresonanz trainieren. Außerdem ist für eine gesunde Empathie die Unterscheidung von Mitgefühl und Mitleid zentral.

(Video) ASG erklärt's | Was ist eigentlich Resilienz | Definition | Erklärung | Resilienz lernen & fördern

3. Säule: Lösungsorientierung

Insbesondere im Umgang mit Problemen und Krisen ist die Lösungsorientierung ein stärkender Faktor. Hierfür bietet sich die Arbeit mit wohlgeformten Zielen an. Die Lösungen sollen positiv formuliert, konkret beschreibbar, einfach, überschaubar, realistisch, mit einer kurzen Feedbackschleife, durch eigenes Tun erreichbar und kontrollierbar sowie mit kleinen Schritten erreicht werden. Dabei ist es wichtig, dass sie die eigenen Werte sowie die Werte des Umfelds berücksichtigen. Ein Öko-Check unterstützt hierbei, denn so werden die Auswirkungen der Veränderungen auf die Verträglichkeit mit dem Umfeld geprüft. Eine lösungsorientierte Haltung erleichtert den Zugang zu den eigenen Ressourcen auch unter Stress.

4. Säule: gesunder Optimismus

Ein gesunder Optimismus meint nicht das Schauen durch die rosarote Brille oder das Schönreden von Problemen. Es ist ein realistischer Optimismus, der auch den Pessimismus als evolutionär bedingte Überlebenskompetenz würdigt. Bei dieser Haltung geht es um die Balance zwischen Negativ- und Positivfokus. Um den negativen Fokus zu erweitern, hilft zum einen das Trainieren der Dankbarkeit. So werden Denkmuster unterbrochen, die sich auf das Schlechte konzentrieren und es versetzt in einen besseren Zustand.

Eine weitere Trainingshilfe ist die von Amy Cuddy beforschte Power Pose beispielsweise, die uns über den Körper psychisch in einen anderen Zustand versetzt. Ein gesunder Optimismus meint „das Gute im Schlechten“ zu sehen, damit wir Stress aktiv herunterregulieren können.

Die sieben Säulen der Resilienz - Resilienz Akademie (2)Die drei Praktiken

Neben den Grundhaltungen gibt es drei Praktiken, die durch stetiges Ausführen, Wiederholen und Trainieren die eigene Abwehrkraft gegen Stress aufbauen. Diese Praktiken fokussieren sich besonders auf uns selbst und den daraus folgenden Umgang mit sich. Wir sind der wichtigste Mensch in unserem Leben, so egoistisch das auch klingen mag. Wenn wir uns und unsere Reaktionen verstehen, können wir besser auf unsere Gesundheit achten und auch besser mit der Umwelt interagieren.

5. Säule: Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer guten und stärkenden Beziehung zu sich selbst. Es ist die Fähigkeit die Signale des Körpers wahrzunehmen und einordnen zu können. Durch eine starke Selbstwahrnehmung spüren wir das Feedback unseres Systems und können darauf hin unseren Zustand verbessern. Hierbei geht es insbesondere um die Schärfung der Sinne und die Achtsamkeit auf uns selbst.

Das Achten auf Wahrnehmungsfilter und Fokussierungen, sowie auf somatische Marker und emotionale Reaktionen stärkt die Selbstwahrnehmung. Ebenfalls hilfreich ist das Einordnen von Empfindungen und Stress bspw. auf einer Stress-Skala von 0-10.

6. Säule: Selbstreflexion

Die Selbstreflexion geht einen Schritt über die Selbstwahrnehmung hinaus und versetzt uns in eine Art Meta-Perspektive. Wir betrachten uns von außen und reflektieren Reaktionen, Denk- und Gefühlsmuster. Das führt dazu, dass wir eher Stressreaktionen erkennen und Verhaltensänderungsprozesse einleiten können. Außerdem stärkt die Selbstreflexion das Verständnis für uns selbst. Eine wertvolle Erkenntnis dabei ist, dass Emotionen immer Hinweise auf Bedürfnisse sind. Reflektieren wir diese, können wir zu unserem eigenen Wohlbefinden beitragen und Bedürfnisse erfüllen. Hilfreich zur Selbstreflexion sind die Fragen:

(Video) Was ist RESILIENZ? Resilienz einfach erklärt!

Wie habe ich geschafft, dass es gut wurde?
Wie habe ich geschafft, dass es nicht gut wurde?
Was kann ich in einer ähnlichen Situation verändern?

7. Säule: Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit ist das Bewusstsein, dass unser Handeln Auswirkungen hat. Es ist also auch der Glaube daran, dass wir selbst dazu in der Lage sind etwas aktiv zu verbessern. Um die Selbstwirksamkeit zu trainieren sind Erinnerungshilfen und Anker sinnvoll. Durch sie erinnern wir uns auch unter Stress an wertvolle Ressourcen, Fähigkeiten und Muster, die uns selbstwirksam im Umgang mit Problemen und Krisen machen. Was kann mich in bestimmten Situationen an meine Kompetenzen erinnern? Beispielsweise hilft hierbei ein Tagebuch mit wertschätzendem Feedback, schönen Gedanken und Erlebnissen, um einen Perspektivwechsel einzuleiten.

Resilienz aus der Meta-Perspektive

Was mir in den Jahren der Arbeit mit diesem Modell geholfen hat, ist eine Einordnung, auf welcher Strukturebene wir uns befinden, wenn wir über die sieben Säulen sprechen. Hier kommt die Frage auf, wozu führen die Säulen im Einzelnen und im Zusammenspiel. Diese Frage schauen wir uns jetzt genauer an.

Denken Sie nicht in Säulen

Ich habe in den Jahren der praktischen Arbeit mit Resilienz dieses Modell der sieben Säulen sehr zu lieben gelernt. Und dennoch möchte ich Ihnen an dieser Stelle den Rat mitgeben, nicht in Säulen zu denken. Denn wie wir etwas benennen, hat einen ungemeinen Einfluss darauf, wie wir etwas denken. Wenn Sie also „Säulen“ hören, denken Sie an starre, überdauernde und tragende Elemente – zumindest sehr wahrscheinlich. Dabei ist es gerade die Veränderbarkeit und die Flexibilität, die diese Elemente auszeichnen. Sie können diese Säulen ein Leben lang trainieren und weiter ausbauen, statt mit einer gewissen „Grundausstattung“ leben zu müssen.

Auf der anderen Seite ist es auch so, dass diese Säulen nicht in jedem unserer Lebensbereiche gleich ausgeprägt sind. So können Sie zum Beispiel im Beruf sehr lösungsorientiert sein, bei Beziehungsproblemen hingegen eher nicht. Oder Sie haben was Probleme betrifft eine hohe Selbstreflexion, wenn es allerdings um Erfolge beispielsweise geht eine niedrige. Das Bild der Säulen erzeugt die trügerische Vorstellung, dass es eine festgeschriebene Grundhaltungs-Kompetenz wie zum Beispiel die Akzeptanz gibt, die für alle Bereiche gilt und unveränderlich sei. Dem ist nicht so, was wir in der Arbeit mit dem Modell berücksichtigen müssen.

Ein anderes Trugbild, das die Metapher der Säulen erschafft, ist die Illusion eines Daches. Wir denken, auch wenn es im Modell nicht explizit enthalten ist, dass diese Säulen das Dach namens Resilienz, oder mentale Gesundheit, tragen. Auch dieses Bild führt zu einem oberflächlichen (wenn nicht gar falschen) Verständnis von Resilienz.

Resilienz als ARO-Kompetenz

Die sieben Säulen der Resilienz - Resilienz Akademie (3)Um dieses oben angesprochene Trugbild zu verdeutlichen, machen wir ein kleines Experiment. Wenn Sie können, stellen Sie sich nun auf ein Bein und schließen Sie die Augen. Beantworten Sie nach einem Augenblick anschließend folgende Frage:

(Video) Resilienz in der Familie stärken - mit diesen Übungen werdet ihr optimistischer!

Ist Gleichgewicht ein Zustand oder ein Prozess?

Wenn ich mich beim Gleichgewicht-Halten beobachte, ist es eher ein Prozess. Und genau das ist Resilienz. Ein Prozess, der Anpassung, Regulation und das Hin- und Herschwanken zur neuen Ausrichtung – Oszillation – bedarf. Das bezeichne ich als ARO:

  • Adaptation: Die Fähigkeit sich an äußere Einflüsse funktional anzupassen.
  • Regulation: Die Fähigkeit das innere Gleichgewicht aufrecht zu erhalten – körperlich, mental und seelisch.
  • Oszillation: Die Fähigkeit schnell und funktional zwischen Gleichgewicht und Ungleichgewicht zu wechseln, um Adaptation und Regulation zu ermöglichen.

Resilienz ist kein Zustand und auch kein Dach, das zu fallen droht, sobald eine der Säulen nicht ausgeprägt genug ist. Es ist unsere Anpassungsfähigkeit, unsere Regulationsfähigkeit und unsere Oszillationsfähigkeit zwischen verschiedenen Zuständen. Jede der oben stehenden Säulen ist ein Schutzfaktor, der unseren Zugriff auf diese Fähigkeiten insbesondere in Kontakt mit Stress unterstützt.

Denken in Schutz- und Risikofaktoren

Mit dem Blick darauf, dass es sich bei den sieben Säulen der Resilienz um Schutzfaktoren für mentale Gesundheit handelt, kommt eine weitere Frage auf. Zwar liegt in der Resilienzforschung der aktuelle Schwerpunkt auf jenen Aspekten, die uns Gesund halten und werden lassen – doch im Alltag fällt das nicht ganz so leicht. Besonders unter dem Einfluss von Stress fällt es uns schwer, den Fokus weg vom Negativen und ausschließlich auf das Positive zu richten.

Aus diesem Grund bietet sich für einen Transfer und das praktische Trainieren der Säulen im Alltag ein weiteres Modell an, das den Rahmen erweitert. Resilienz ergibt sich nämlich nicht nur, wenn diese sieben genannten Haltungen und Praktiken ausgeführt werden. Sondern eben dann, wenn die Schutzfaktoren die vorhandenen Risikofaktoren überwiegen. Mit einer hohen Selbstwahrnehmung und einem passendem Tool, wie beispielsweise dem Stressfass, können Sie einen Alltags-Check machen: Wie sieht Ihre Bilanz aus? Sind mehr Schutzfaktoren als Risikofaktoren vorhanden? Und wie machen Sie das, dass die Schutzfaktoren überwiegen?

Wozu sollten Sie die sieben Säulen der Resilienz stärken?

Die einfache Antwort auf diese Frage ist wohl, um Resilienz zu stärken. Wir brauchen einen flexiblen Umgang mit Stress, der durch ARO möglich wird. Dabei ist Stress nicht immer „schlecht“. Stress war aus evolutionärer Sicht nicht nur nützlich, sondern war und ist in lebensbedrohlichen Situationen sogar notwendig. Es handelt sich bei Stress nämlich um ein „Kurzeit-Notfall-Programm“. In unserer heutigen Zeit wird bei vielen Menschen Stress jedoch zur Dauerlösung, was ernsthafte psychische wie physische Folgen nach sich zieht. Umso wichtiger wird Resilienz.

Das Modell der sieben Säulen gibt Ihnen hilfreiche Anhaltspunkte, um einen kompetenten Umgang mit Stress zu trainieren und Ihre Resilienzfähigkeiten weiter auszubauen. Denn jeder Mensch besitzt bereits Resilienz. Wir alle haben Zugriff auf diese Grundhaltungen und Praktiken. Nur eben in unterschiedlicher Ausprägung und individuell vom Kontext abhängig.

(Video) Die sieben Säulen der Resilienz Teil 2/5

Das Gute daran ist, der Grad der Resilienz ist ausbaufähig. Indem wir mehr Resilienz erwerben oder sie verstärken, sind wir in der Lage flexibler auf Stressoren zu reagieren und unseren Umgang mit ihnen zu verändern. Resilienz ist also eine zentrale, universal-nützliche Kompetenz zur Bewältigung von stetig wachsenden Herausforderungen im Beruf und im Alltag. Deshalb sind das Kennen und Trainieren der Säulen der Resilienz hilfreich und wichtig.

Im Resilienztraining der Resilienz Akademie lernen Sie die sieben Säulen kennen und lernen, wie Sie gezielt Ihre Resilienz mit den Grundhaltungen und Praktiken stärken können.

Die sieben Säulen der Resilienz - Resilienz Akademie (4)Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Resilienzexperten Deutschlands. Er ist 5-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer.Seine Schwerpunkte liegen im Bereich individuelle Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator des Resilienz-Online-Kongresses, in dessen Rahmen er sich mit über 50 weiteren Resilienzexpert:innen aus verschiedenen Disziplinen austauscht (www.Resilienz-Kongress.de).

FAQs

Was sind die 7 Säulen der Resilienz? ›

Sieben Säulen der Resilienz – Eines der bekanntesten Resilienzkonzepte. Zu den 7 Säulen der Resilienz gehören Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, das Verlassen der Opferrolle, ein Erfolgsnetzwerk, positive Zukunftsplanung und Selbstreflexion.

Wie viele Säulen der Resilienz gibt es? ›

Die sieben Säulen der Resilienz. Die sieben Säulen der Resilienz sind nichts anderes, als das Werkzeug, das Sie benötigen, um Krisen erfolgreich zu meistern.

Welche 4 Faktoren beeinflussen die Resilienz? ›

Emotionale Stabilität: Akzeptanz, positive Emotionen, positive Selbstwahrnehmung. Kognitive Fähigkeiten: Selbstwirksamkeitserwartung, realistischer Optimismus, Kontrollüberzeugung, Kohärenzgefühl. Interaktionale Faktoren: Soziale Unterstützung, bzw. Empathie.

Welche Arten von Resilienz gibt es? ›

Es gibt (nach Al Siebert, +2009) verschiedenen Ebenen der Resilienz:
  • Ebene: Optimale Gesundheit und Wohlbefinden fördern. ...
  • Ebene: Problembewältigung erlernen. ...
  • Ebene: „Innere Torhüter“ ...
  • Ebene: Synergie. ...
  • Ebene: „Serendipity“* ...
  • Bemühen Sie sich um soziale Beziehungen und Netzwerke. ...
  • Betrachten Sie Krisen als überwindbare Probleme.

Kann man Resilienz üben? ›

Sie werden Ihre Resilienz stärken, indem Sie sich selbst an die guten Dinge im Leben erinnern. Außerdem hilft diese Übung dabei, sich auch zukünftig eher auf positive Ereignisse und Empfindungen zu richten. So fällt es Ihnen auch unter Stress leichter, optimistisch zu bleiben.

Kann man sich Resilienz trainieren? ›

Um deine Resilienz zu stärken, kannst du an den acht Resilienzbausteinen arbeiten: Verantwortungsübernahme, Akzeptanz, Zukunftsorientierung, Lösungsorientierung, Optimismus, Netzwerkorientierung, Selbstwirksamkeit und Erholung.

Woher kommen die 7 Säulen der Resilienz? ›

Die ursprüngliche Idee der sieben Säulen der Resilienz stammt von der Diplompsychologin Ursula Nuber. Mittlerweile ist dieses Modell bei vielen Resilienztrainer:innen in ganz Deutschland sehr beliebt. Einer der Gründe dafür ist die Übersichtlichkeit des Modells.

Was macht die Seele stark? ›

Seelische Widerstandskräfte stecken in den Genen

Nach umfangreichen Untersuchungen schlussfolgerte Emmy Werner: Ein Großteil unserer seelischen Widerstandskraft steckt in den Genen, seelische Widerstandskräfte können sich sogar unter ungünstigen Lebensbedingungen entwickeln.

Wann ist ein Mensch resilient? ›

Resiliente Personen reagieren unempfindlicher auf psychische Belastungen wie Stress oder Frust und handeln flexibler in schwierigen und sich ändernden Situationen. Die psychische Widerstandskraft ist bei Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt und lässt sich trainieren.

Was passiert wenn man nicht resilient ist? ›

Resilienz hat verschiedene Ziele

In den 1990ern verschob sich der Fokus ein wenig. Es ging mehr um die Widerstandskraft bei Widrigkeiten oder nach einem Trauma im Erwachsenenalter. Dabei kommen negative Aspekte wie Depressionen, Angst und Posttraumatische Belastungsstörung ins Spiel.

Ist Resilienz angeboren oder erlernbar? ›

Resilienz ist nicht angeboren, sondern erlernbar. Resilienz kann mit der Zeit und unter verschiedenen Umständen variieren. Kein Mensch ist immer gleich widerstandsfähig. Die Resilienzforschung hat dazu beigetragen, dass man die seelischen Schutzfaktoren heute besser kennt.

Wie baut man Resilienz auf? ›

Tipps für mehr Resilienz
  1. Resilienz gewinnen durch Akzeptanztraining. Es gibt immer wieder Situationen im Leben, die wir einfach nicht ändern können. ...
  2. Werden Sie zum Optimisten. ...
  3. Werden Sie selbst wirksam. ...
  4. Schaffen Sie sich ein stabiles soziales Netzwerk. ...
  5. Werden Sie kreativ – denken Sie in Lösungen.

Ist Resilienz vererbt? ›

Ist Resilienz vererbbar? Bemerkenswert ist, dass nur ein Teil der Resilienz vererbt ist. Vielmehr ist sie Ergebnis von Strategien, die sich ein Mensch im Laufe des Lebens zur Krisenbewältigung erarbeitet hat.

Wann ist man nicht resilient? ›

Das negative Gegenstück zur Resilienz wird Vulnerabilität genannt. Vulnerabilität bedeutet, dass jemand besonders leicht durch äußere Einflüsse seelisch zu verletzen ist. Vulnerable Personen neigen besonders stark dazu, psychische Erkrankungen zu entwickeln.

Wie wird man seelisch stabiler? ›

Üben Sie sich in Selbstfürsorge: Hören Sie auf Ihren Körper, Ihre Seele, Ihre Bedürfnisse. Halten Sie immer wieder inne. Tun Sie sich selbst Gutes! Dazu gehören neben Psychohygiene und sozialem Austausch auch gesunde Ernährung sowie Bewegung.

Was macht Menschen widerstandsfähig? ›

Positiv zu denken macht Menschen zuversichtlich und widerstandsfähig. Selbstwirksamkeit: Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen ist ein wichtiger Grundstein für seelische Widerstandsfähigkeit. Resiliente Menschen sind sich sicher, dass sie Krisen und Probleme selbstständig bewältigen und lösen können.

Was hat Resilienz mit Stress zu tun? ›

Resilienz: Mit Krisen fertig werden. Wer Wege kennt, sich selbst zu helfen, ist zuversichtlicher und erlebt weniger Stress. Die Psychologie nennt diese seelische Widerstandskraft: Resilienz. Wie man lernt, besser mit Schicksalsschlägen umzugehen.

Was ist das Resilienz Gegenteil? ›

Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen und Rückschläge als Anlass für die eigene Weiterentwicklung zu nehmen. Man kann Resilienz auch als psychische Widerstandsfähigkeit beschreiben. Das Gegenteil von Resilienz ist Verwundbarkeit.

Wie zeigt sich Resilienz im Alltag? ›

Als „resilient“ bezeichnet man Menschen, die ein starkes mentales Immunsystem besitzen. Das heißt, sie können Krisen und Stress gelassener begegnen, bewältigen und oftmals sogar daran wachsen. Dabei ist Resilienz eine Fähigkeit, die erlernbar ist. Resilient ist, wer unbeschwert durchs Leben geht.

Was ist Resilienz Beispiel? ›

Beispiel: Stell dir vor, du wärst Kapitän eines Segelboots. Ein hohes Maß an Resilienz bedeutet, dass du mit einem Sturm auf hoher See gut umgehen kannst. Du kannst das Boot effektiv steuern, um dich schnell an die Wetterbedingungen anzupassen.

Wer ist besonders resilient? ›

Resiliente Menschen sind eher flexibel und anpassungsfähig. Außerdem lassen sie sich bereitwilliger helfen als andere und haben oft ein besonders waches Interesse am Leben, was sich beispielsweise in den schulischen Leistungen widerspiegeln kann.

Warum ist Resilienz so wichtig? ›

Mit einer starken Resilienz können wir Stress besser regulieren und so auch schneller wieder Zugriff auf unsere Fähigkeiten erlangen. Das hilft dabei in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben, Herausforderungen zu überwinden und Krisen schneller und gesünder zu bewältigen.

Was tut der Seele nicht gut? ›

Auch Schicksalsschläge wie der Tod einer nahestehenden Person oder ein Arbeitsplatzverlust können das Wohlbefinden aus der Balance bringen. Betroffene fühlen sich überlastet, leiden unter ihren Lebensumständen – und ihre mentale Gesundheit ist gefährdet.

Was tun wenn die Seele schreit? ›

Natürlich kommt es immer auf die Art und die Ausprägung der jeweiligen psychischen Erkrankung an. Generell stehen folgende Behandlungsformen zur Verfügung: Psychotherapie (ambulant oder stationär, Einzel- oder Gruppentherapie) Psychiater (Medikamentengabe)

Wie Seele beruhigen? ›

9 Wege, Deinen ängstlichen Geist zu beruhigen
  1. Wende kognitives Distanzieren an. Das Gehirn versucht uns, zu schützen. ...
  2. Verwachse nicht mit Deinen Gedanken. ...
  3. Nimm achtsam wahr. ...
  4. Konzentriere Dich auf die unmittelbare Erfahrung. ...
  5. Gib den Gedanken einen Namen. ...
  6. Komm ins Hier und Jetzt. ...
  7. Weite Deine Sicht. ...
  8. Steh auf und beweg Dich.
16 Jun 2016

Kann man seine Resilienz verlieren? ›

Ein resilienter Mensch verliert angesichts von Schicksalsschlägen weder den Lebensmut, noch lässt er bei Stress und Ärger schnell den Kopf hängen. Im Gegenteil: Besonders widerstandsfähige Menschen haben zwar im Laufe ihres Lebens mit den gleichen Problemen und Hindernissen zu kämpfen wie jeder andere.

Welche Art von Emotionen nehmen Resiliente Menschen stärker wahr? ›

Auf das Positive achten

Resiliente Menschen erleben nicht weniger Krisen als andere. Vielmehr nehmen sie Extremsituationen anders wahr und bewerten die Ereignisse anders – und zwar positiver.

Wie kann man Resilienz im Erwachsenenalter noch lernen? ›

Außerdem sollte man Wandel akzeptieren können, auf sich selbst achten, aktiv Entscheidungen treffen und positiv sowie zukunftsorientiert denken. Seminare, Workshops und Schulungen können außerdem dabei helfen, Resilienz zu lernen.

Was haben Resiliente Menschen? ›

Resiliente Menschen haben starke Wurzeln und haben daher starke und feste Beziehungen und Kontakte. Außerdem begegnen sie äußere Dinge, die nicht veränderbar sind, mit einer optimistischen Grundhaltung, akzeptieren unveränderbare Dinge schneller als andere und sehen auch in dunklen Zeiten, die Sonnenseiten des Lebens.

Was Kinder stark macht Resilienz? ›

Beispielsweise zeigen sich stark resiliente Kinder fantasievoll, neugierig und vielseitig interessiert. Dein Nachwuchs profitiert davon, wenn Du sein Interesse auf zahlreiche Dinge lenkst. Zudem wirkt sich die Kontaktfreudigkeit positiv auf die Resilienz der Kinder aus.

Wie mache ich mein Kind resilient? ›

Faktoren, die die Entwicklung der Resilienz bei Kindern fördern
  1. soziale Kompetenz.
  2. positive Selbstwahrnehmung.
  3. angemessene Selbststeuerungsfähigkeit.
  4. Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit.
  5. angebrachter Umgang mit Stress.
  6. Fähigkeit Probleme zu lösen.
23 Jan 2018

Was macht die Kinder stark? ›

Ein starkes Kind kann von sich sagen:

aus Misserfolgen und Fehlern lernen. mich durch Anstrengung und Übung verbessern. Probleme lösen und Schwierigkeiten überwinden. mit anderen sprechen, wenn mich Sorgen quälen.

Ist Resilienz erlernbar? ›

Resilienz meint die innere Stärke und seelische Widerstandskraft eines Menschen in belastenden Situationen: Resiliente Menschen lassen sich scheinbar durch nichts aus der Ruhe bringen. Gut zu wissen: Resilienz ist erlernbar.

Wie stärke ich meine Widerstandskraft? ›

Stärken Sie Ihre innere Widerstandskraft durch optimistisches Hoffnungsdenken. Machen wir uns nichts vor, wir können nicht immer alles verändern. Resiliente Menschen akzeptieren Unveränderliches und verschwenden keine unnötige Kraft oder sinnlose Gedanken an Tatsachen, die Sie nicht ändern können.

Was ist der Unterschied zwischen Resistenz und Resilienz? ›

Resilienz ist auch eine Bewältigungskompetenz, um mit Stress besser umzugehen und Krisen zu überstehen. Resistenz dagegen ist unflexibel und verhindert angepasste Reaktionen eher, statt sie zu fördern.

Warum sind manche Menschen Resilienter als andere? ›

Die meisten Menschen sind resilient

Es kann also tatsächlich sein, dass manche Menschen gegenüber schweren Lebensereignissen und Schicksalsschlägen aufgrund ihrer Gene schlechter geschützt sind als andere.

Wann ist ein Kind resilient? ›

Resiliente Kinder können: ihre eigenen Gefühle und die von anderen erkennen und einordnen. die eigenen Gefühle kontrollieren, regulieren oder dafür um Rat bitten. eigene Stärken und Kompetenzen erkennen.

Ist Resilienz genetisch veranlagt? ›

Genetische Einflüsse

Die Ergebnisse von drei Zwillingsstudien von 2008, 2012 und 2014 deuten darauf hin, dass Resilienz-Eigenschaften zu 31–52 % genetisch bedingt sein können. Bei männlichen Personen ist die Erblichkeit höher als bei weiblichen.

Was macht einen stark? ›

Lösungsorientierte Menschen sehen Herausforderungen, konzentrieren sich auf Chancen und finden Alternativen, wenn Bisheriges nicht mehr funktioniert. Zukunftsorientierung: Nur wer Visionen hat und nach vorne schaut, lässt sich von negativen Erfahrungen nicht unterkriegen. Ziele setzen und planen!

Was gehört alles zur Resilienz? ›

Resilienz (von lateinisch resilire «zurückspringen» «abprallen») oder psychische Widerstandsfähigkeit: Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen (Quelle: wikipedia.org).

Wie entsteht innere Stärke? ›

Innere Stärke hat jeder Mensch von Geburt an. Sie bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit, schwierige Situationen, Lebenskrisen und Belastungsphasen zu meistern. Der Fachbegriff dafür ist Resilienz. Im Laufe unseres Lebens wird diese innere Stärke immer wieder auf die Probe gestellt.

Videos

1. Resilienz "Dein Must have für den Alltag"
(Voss Seminare Online Akademie)
2. #79: Sich selbst mit Resilienz stärken - Soul Session mit Christina Berndt
(SoulFood Journey by Kira Siefert)
3. Stress und Resilienz
(UniHeidelberg)
4. Musik innere Stärke • Entspannungsmusik Selbstbewusstsein Schlaf
(LEISE Entspannungsmusik)
5. Resilienz als Führungsaufgabe
(Karsten Drath)
6. Julia Kröhn - Handwerk, Geduld und Resilienz
(Montségur Video)

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Author: Kareem Mueller DO

Last Updated: 11/02/2022

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Name: Kareem Mueller DO

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Job: Corporate Administration Planner

Hobby: Mountain biking, Jewelry making, Stone skipping, Lacemaking, Knife making, Scrapbooking, Letterboxing

Introduction: My name is Kareem Mueller DO, I am a vivacious, super, thoughtful, excited, handsome, beautiful, combative person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.